Ein unglaubliches Abenteuer geht zu Ende

Unser Abenteuer neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Es bleiben zwei verhältnismässig kurze Tagesmärsche, von Namche nach Phakding und dann von Phakding nach Lukla. Ich werde diese beiden Tage und auch den Rückflug nach Kathmandu in diesem einen Post dokumentieren, weil ganz offen und ehrlich nicht sehr viel nennenswertes passiert ist auf diesen beiden Etappen.

Unser Wandertag

RouteNamche Bazaar – Phakding
Datum09.10.2018
Distanz11.6 km
Höhe Startpunkt3442 m. ü. M.
Höhe Endpunkt2641 m. ü. M.
Höchster Punkt3442 m. ü. M.
Tiefster Punkt2615 m. ü. M.
Höhendifferenz815 m
Gesamtanstieg389 m
Gesamtabstieg1181 m
Profil

Wir gingen es locker an an diesem Vormittag, Tagwache war später als sonst. Frühstück hatten wir nach allen anderen Trekkern, die meisten waren entweder am akklimatisieren oder machten sich auf den Weg nach oben. Nicht wir. Wir hatten mit 11 km grössten Teils abwärts einen lockeren Tag vor uns. Mit dem steilen Abstieg von Namche nach unten zum Fluss nahmen wir definitiv Abschied von der Everest Region. Und nach dem kurzen aber heftigen Aufstieg nach Jorsalle dann auch vom Sagarmatha National Park.

Wir überqueren die spektakuläre Hillary Bridge ein zweites Mal

Phakding ist ein verhältnismässig grosser Ort im Khumbu, und wir hatten dort in einem gemütlichen Tea House Unterschlupf gefunden. Der Besitzer des Tea Houses ist sehr innovativ, er hat Forschung betrieben im Hochgebirge und hatte somit viel zu erzählen. Besonders Freude hatten wir an seiner Espressomaschine, was eine Seltenheit ist in dieser Region. Im sehr originell eingerichteten Irish Pub in Phakding haben wir dann eine angestaubte Flasche Wein getrunken, und Bekanntschaft mit ein paar tschechischen Bergsteigern gemacht, die auf dem Rückweg von einer Island Peak Besteigung waren.

Weiter ging es dann am nächsten Morgen, wiederum rekordverdächtig spät. Die letzte Etappe stand auf dem Programm, 7.4 km nach Lukla. Ein Aufstieg wie wir feststellen mussten, aber auch das meisterten wir ohne grösseren Probleme.

Unser Wandertag

RoutePhakding – Lukla
Datum10.10.2018
Distanz7.4 km
Höhe Startpunkt2641 m. ü. M.
Höhe Endpunkt2854 m. ü. M.
Höchster Punkt2857 m. ü. M.
Tiefster Punkt2534 m. ü. M.
Höhendifferenz323 m
Gesamtanstieg430 m
Gesamtabstieg215 m
Profil

Zum letzten Mal haben wir Zimmer bezogen, im Guest House YakDonald’s. Die internationale Gruppe, welche uns auf dem Weg nach unten begleitet hat, ist auch an diesem Ort einquartiert, und so können wir den gemeinsamen Abend zusammen verbringen. Wir haben die Porter zum Nachtessen eingeladen. Gewohnt sind sich diese beiden Dal Bhat, das typisch nepalesische Essen mit Curry und Reis. Wir haben ihnen gesagt, dass sie sich etwas von der Karte auswählen sollten, und so haben sie Hamburger und Pizza bestellt. Zum ersten Mal wie wir dann später herausgefunden hatten, und scheinbar waren sie nur halb begeistert von diesen Gerichten aus dem Westen. Wir hatten dann sogar eine kleine Party mit Billiard, Musik und Bier im Untergeschoss von YakDonald’s.

Unsere Unterkunft in Lukla

Am nächsten Morgen mussten wir dann von unseren beiden Portern Abschied nehmen. Sie haben uns allen zum Abschied einen weissen Schal geschenkt, eine wirklich schöne Geste.

Die beiden Porter haben uns einen weissen Schal geschenkt!

Wir sind dann am Vormittag zum berühmten Flugplatz in Lukla aufgebrochen, der nicht weit weg von unserer Unterkunft liegt. Dieser Flugplatz ist echt einzigartig. Die Piste ist erstaunlich stark geneigt. Auf der einen Seite der Piste ist der Berghang, und auf der anderen Seite der Abgrund. Null Fehlertoleranz für die Piloten. Es dauerte noch ein wenig bis wir an der Reihe waren. Wenn eine Maschine landet dauert es meistens nicht mehr als 5 Minuten bis die Maschine entladen, beladen, und wieder in Richtung Kathmandu gestartet ist. Um die Mittagszeit ging dann lange nichts mehr. Wir vermuteten das Wetter, und waren bereits besorgt dass wir nicht fliegen können an diesem Tag. Aber scheinbar war „Stau“ im Luftraum von Kathmandu, und so konnten die Flugzeuge nach Lukla nicht starten. Und so kamen wir dann kurz vor Mittag doch noch zum Zug. Schnell wurden wir in den „Twin-Otter“ verladen, und waren nur Sekunden später bereits in der Luft. Die Aussicht während dem rund 40-minütigen Flug war nicht ganz so spektakulär wie aus dem Heli beim Hinflug, aber dennoch sehr eindrücklich.

Die Piste vom Flugplatz Lukla
Flugzeug wird ent- und beladen
Mein Boarding Pass. Sehr unkompliziert.
Wir sind an der Reihe…
Im Flugzeug
Spektakuläre Landschaft

In Kathmandu angekommen haben wir uns wieder durch den Verkehr gekämpft zu unserem Hotel. Es war ganz ungewohnt, so viele Leute, so viele Fahrzeuge, so viel Lärm, so schlechte Luft.

Am Abend haben wir dann gemeinsam mit Santosh noch einen Kulturabend besucht. Dort wurde das traditionelle Dal Bhat serviert, begleitet mit traditioneller Musik und Tänzen. Ein super Abschluss. Nach dem Nachtessen mussten wir uns dann auch von unserem Guide Santosh verabschieden.

Nachtessen und Kulturshow in Kathmandu
Es gibt traditionelles Dal Bhat zum Abendessen

Wir drei Touristen hatten noch einen Tag mehr in Kathmandu, und so hatten wir uns noch ein wenig auf Erkundungstour gemacht. Es hat sich dann herausgestellt, dass wir die Orte wo man guten Wein bekommt besonders gut erkundet haben.

Wir erkunden Kathmandu
Würdiger Abschluss von unserem Abenteuer

Wir genossen das Flachländerleben wirklich noch ein wenig, bevor auch wir voneinander Abschied nehmen mussten. Wir hatten wirklich viel Spass miteinander, war echt toll mit den beiden! Während meine beiden Trekking-Gspändli zurück in die USA flogen und wieder in ihren Alltag eintauchten, durfte ich ein neues Abenteuer in Angriff nehmen. Malaysia!

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