Eje Cafetero

Nach den beiden eher rural geprägten Abenteuer in Bogotá und Medellín war es an der Zeit, das ländliche Kolumbien zu erforschen. Ein wenig südlich von Medellín gibt es eine spannende Region, und zwar dort wo der feine kolumbianische Kaffee her kommt. Diese Region ist auch bekannt unter dem Namen Eje Cafetero. Erste Station war ein kleines Dorf mit dem Namen Jardín (Garten), welches mir durch andere Reisende ans Herzen gelegt wurde. So habe ich mich mit einem öffentlichen Bus auf den Weg gemacht. Jardín ist wirklich ein sehr herziges kleines Dorf. In der Mitte gibt es einen lebendigen Dorfplatz, umgeben von farbigen Häusern. Schon nur das Dorf ein wenig zu beobachten war super interessant.

Der Dorfplatz von Jardín
Der Dorfplatz von Jardín
In den Strassen von Jardín
Der Dorfplatz von Jardín
In den Strassen von Jardín
In den Strassen von Jardín
In den Strassen von Jardín
In den Strassen von Jardín
Der Dorfplatz von Jardín
Die Kirche von Jardín
Die Kirche von Jardín
Jardín by night

Rund um Jardín gibt es einige schöne Wanderwege, um die hügeligen Landschaften zu erkunden. Auf dem Weg hat sich dann aufs mal die Sohle von einem meiner Wanderschuhen gelöst, was nicht so praktisch war. Ich konnte es behelfsmässig mit ein wenig Leim flicken. Als ich dann nach der Reise wieder zuhause war hat Meindl, der Hersteller der Wanderschuhe, diese fast gratis repariert. Das nenne ich Service!

Die grünen Hügel rund um Jardín
Spaziergang in den Hügeln von Kolumbien
Spaziergang in den Hügeln von Kolumbien
Spaziergang in den Hügeln von Kolumbien
Wieder unten im Dorf

In Jardín hatte ich auch eine sehr interessante Seilbahn gefunden. Die La Garrucha konnte man benutzen um zu einem Aussichtspunkt zu gelangen und dort etwas zu drinken. Die Seilbahn selbst sah aus wie ein do-it-yourself Projekt. Die Passagiere wurden in eine Box geladen, welche ein wenig an Viehtransport erinnert. Wenigstens war alles schön farbig, und schlussendlich hat mich die Seilbahn schadlos über die Bananenplantagen der Region gebracht. Oben konnte ich dann noch ein Blick auf den Motor werfen, und auch dieser passt ins Bild. Am besten schaut man einfach die Bilder an.

Aussicht über Jardín und die Seilbahn
Bergstation der Seilbahn
Die „La Garrucha“ Seilbahn
Motorenraum der Seilbahn
Bei Jardín

Jardín hat man schnell gesehen, und schon bald bin ich dann weiter gereist. Mit öffentlichen Minibusen bin ich nach dreimaligem Umsteigen nach Salento gefahren. Dieser kleine Ort hat sich als Tourismuszentrum der Kaffeeregion etabliert. Ich habe dort ein super Hostel mit freundlichen Leuten gefunden, es war mir wirklich wohl dort.

Mein Bus nach Salento
Der Dorfplatz von Salento
Der Dorfplatz von Salento
Salento ist ein lebendiges und farbiges Dorf
Salento ist ein lebendiges und farbiges Dorf
Salento ist ein lebendiges und farbiges Dorf
Mein Hostel in Salento

Erste Station war natürlich ein Besuch auf einer Kaffee Finca, wo uns der Weg von einer Kaffeebohne vom Feld in unsere Tasse erklärt wurde. Und natürlich konnten wir dann auch probieren! Ich habe mich dann mit zwei Holländern zusammengetan, und wir haben nach dem Besuch der Finca, die Region rund um Salento ein wenig mehr erforscht.

Kaffeeplantagen rund um Salento
Kaffee am Strauch
Der Kaffee wird geschält
Geschälter und getrockneter Kaffee
Geschälter und getrockneter Kaffee
Maschinen für die Kaffeeverarbeitung
Bereit zum Verkauf
Kaffee kommt in vielen Geschmacksnoten
So kennen wir den Kaffee
Interessanter Ort bei Salento
Kleiner Weiler unterhalb von Salento
Dieser Tunnel wurde für eine Eisenbahn gebaut, wurde aber nie in Betrieb genommen
Kaffeekultur ist wichtig in Kolumbien

Der Höhepunkt des Besuchs in Salento war aber ein zweitägiger Trek in den Los Nevados Nationalpark, der auch durch das berühmte Valle del Cocora führte. In dieser Region gibt es viele Trekking Optionen, und als ich in einem Büro eines Trekking Anbieters erwähnte dass ich aus der Schweiz bin wollte er mich gleich auf einen Trek auf den 5276 m. hohen Nevado de Tolima mitnehmen, was ich dann aber doch dankend abgelehnt habe. Die Nevados sind übrigens erloschene Vulkane, welche mit Schnee bedeckt sind (Nieve bededutet Schnee, nevado bedeutet verschneit in Spanisch). Schlussendlich konnte ich zusammen mit einer ebenfalls solo reisenden Engländerin auf einen zweitägigen Trek gehen, welche auch auf über 4000 m hoch ich den Park führt.

Das Valle del Cocora
Abenteuerliche Brücken im Valle del Cocora
Wanderung durch dichten Wald
Exotische Pflanzen auf dem Weg
Auf dem Weg nach oben
Auf dem Weg nach oben

Mit einem Jeep sind wir an einem regnerischen Tag zusammen mit einem Guide in das Valle del Cocora gefahren, wo wir dann den Aufstieg durch den nassen Urwald in Angriff genommen haben. Der Tag war regnerisch und neblig, und von der Aussicht konnten wir fast nichts sehen. Das Ziel war die Finca Argentina auf 3460 m.ü.M., welche wir nach 18.5 km und 1380 Höhenmetern dann schlussendlich auch erreichten. Die Finca Argentina ist ein Bergbauernhof, welche auch Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Es ist alles sehr einfach gestrickt dort, aber es war auch sehr interessant zu sehen wie die Leute dort leben. Der einzige Zugang zum Hof ist der Wanderweg den wir hochgekommen sind, und der ist so steil und schmal dass Fahrzeuge dort undenkbar sind. Sämtliche Ware wird mit Maultieren hochgebracht.

Küche in der Finca Argentina
Viele Tiere sind auf der Finca Argentina zuhause
Viele Tiere sind auf der Finca Argentina zuhause
Viele Tiere sind auf der Finca Argentina zuhause

Das Wetter am nächsten Morgen war zum Glück ein wenig besser, und wir konnten zum ersten Mal runter in das Tal sehen, an dessen Flanke wir unterwegs waren. So haben wir uns weiter auf den Weg in Richtung Nationalpark gemacht. Der Weg führte an einer weiteren Finca vorbei, der Finca Buenos Aires auf 3800 m.ü.M, dann waren wir schon bald im Nationalpark. Die Sicht war leider nach wie vor nicht so klar, und wir konnten die über 5000 Meter hohen Vulkane leider nur erahnen. In Hülle und Fülle zu sehen bekamen wir aber die Frailejones (oder Espeletia), eine für diese tropische Anden Region typische Pflanze, welche dem Landschaftsbild einen echt eindrücklichen Stempel verleihen.

Blick zurück auf die Finca Argentina
Wanderung in den Los Nevados Nationalpark
Der Hahn bewacht die Finca Buenos Aires
Frailejon
Frailejon von Nahe
Diese Frailejones sind typisch für den Park
Es gibt sehr viele davon
Es gibt sehr viele davon
Aussicht im Los Nevados Nationalpark
Blick runter ins Tal
Das Wetter wird besser
Dieses Moos ist auch sehr häufig zu sehen

Nachdem wir diese unwirkliche Landschaft auf uns wirken liessen hiess es aber schon bald wieder umkehren, schliesslich wollten wir am selben Tag wieder runter an unseren Startpunkt, was rund 28 km Fussmarsch bedeutete. Der Weg nach unten konnten wir schon nur wegen dem besseren Wetter viel besser geniessen als der Aufstieg. Auf der Finca Argentina konnten wir uns nochmal stärken, und dann sind wir ziemlich schnell wieder abgestiegen in Richtung Valle del Cocora. Dort konnten wir nun auch noch die eindrücklichen Wachspalmen bei schönerem Wetter bestaunen. Diese Palmenart ist die höchste der Welt, und kann bis zu 60 Meter hoch werden. Um eine solche Höhe zu erreichen braucht es dann auch einiges Zeit, und somit sind solch hohe Palmen mehrere Hundert Jahre alt.

Wieder zurück auf der Finca Buenos Aires
Auf dem Rückweg sehen wir mehr von der Landschaft
Auf dem Rückweg sehen wir mehr von der Landschaft
Tierwelt auf der Finca Argentina
Blume im Urwald
Noch eine abenteuerliche Flussquerung
Die Wachspalmen vom Valle del Cocora
Die Wachspalmen vom Valle del Cocora

Sehr müde aber glücklich sind wir dann schlussendlich wieder in einen Jeep gestiegen, welcher uns nach Salento brachte. An diesem Abend war ich auf jeden Fall sehr froh um mein Bett.

Somit war mein Abenteuer in der Kaffeeregion Kolumbiens vorbei, und ich wollte noch eine weitere Region erkunden: Die Karibikküste im Norden von Kolumbien. Dieses Abenteuer habe ich in Santa Marta in Angriff genommen, und davon mehr im nächsten Beitrag.

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