Nǐ hǎo Yúnnán

Von Melbourne aus fliege ich nach China, nach Kunming in die Provinz Yúnnán. Wieso ich China ein zweites Mal als Reiseziel gewählt habe hat mehrere Gründe: Grund 1: Ich habe mir bereits vor meinem Start überlegt, diese Tour in Yúnnán zu machen. Speziell die Wanderung durch die Tigersprung Schlucht hat mich sehr interessiert. Und dann habe ich ein vergünstigtes Angebot gesehen und habe zugeschlagen. Grund 2: Ich hatte ein Trekking in Nepal geplant ab Ende September. Somit musste ich so oder so wieder zurück in diese Region. Und ein weiterer Vorteil ist, dass ich mich gerade ein wenig akklimatisieren kann, die Tour spielt sich auf Höhen zwischen ca. 1700 m. und 2600 m. ab. Das ist ein gutes „herantasten“ an die Bedingungen in Nepal. Und Grund 3: Mit meinem Visum konnte ich noch einmal nach China einreisen und es lief kurz nach meinem Besuch ab. Grund 4: Mich hat China bei meinem ersten Besuch fasziniert. Ich wollte noch mehr sehen, insbesondere ein wenig ländlichere Gegenden, und nicht einfach die Millionenstädte.

Schon beim Anflug auf meinen Zwischenstopp in Shenzhen ist mir sofort klar, dass ich zurück in China bin. Wolkenkratzer, riesige Brücken und sonstige Megainfrastrukturen aller Art sind beim Landeanflug auf den Flughafen Shenzhen über das Perlflussdelta zu sehen. Auch der Flughafen selbst ist ein Symbol für den Aufstieg Chinas: Riesengross und architektonisch echt gut gemacht. Nach einigen Unklarheiten wie der Transfer auf einen Inlandflug funktionieren soll bin ich dann kurz später doch planmässig in meinem Anschlussflug nach Kunming gesessen.

Fancy Shenzhen Baoan Airport
Fancy Shenzhen Baoan Airport

In Kunming ein ähnliches Bild: Ein riesiger Flughafen. Nach Taxis suche ich in China längst nicht mehr. Kunming hat eine supermoderne neue Metro, und so war ich schon bald unterwegs in die Innenstadt zu meinem Hotel, was ohne Probleme geklappt hat. Umgerechnet etwa 50 Rappen kostet ein Transfer vom Flughafen in die Innenstadt. Es ist schon ein ganz anderes Erlebnis in einem Land anzukommen wo man die Grundlegenden Handgriffe für Dinge wie Geld, öffentlicher Verkehr, Hotels und Essen bereits kennt.

Von meinem Hotelzimmer aus konnte ich einen ersten Blick aus erhöhter Perspektive auf Kunming erhaschen. Ich glaube genau so stellen sich viele Leute eine Stadt in China vor. Dicht bebaut, ein paar Hochhäuser aus den 70er und 80er Jahren, und dann ein paar moderne Hochhäuser. Und ich fand es eine sehr graue Stadt. Vielleicht lag es auch daran, dass es ein wenig bewölkt war.

Kunming – eine typisch chinesische Stadt
Kunming – eine typisch chinesische Stadt
Kunming – eine typisch chinesische Stadt

Ich bin ein Tag bevor die Tour gestartet hat angekommen. So habe ich mich mal alleine aufgemacht, die Stadt zu erkunden. Zu Fuss und mit der Metro. Sich zurechtzufinden ist nicht wirklich schwer, die Strassenschilder und auch die Metro sind zum Glück auch mit lateinischen Schriftzeichen beschriftet. So habe ich Kunming Old Street ein wenig erkundet, ein Ort welcher gezielt in altem Stil belassen werden soll, und dessen Gebäude nicht Wolkenkratzer zum Opfer fallen sollen. Lobenswerte Idee finde ich. In diesem Stadtteil finden sich dann auch Märkte und kleine Läden. Weiter bin ich dann zum Green Lake Park. In jeder chinesischen Stadt habe ich bisher ein Park solcher Art gesehen. Kleine Seen mit Fischen, Pavillons, Brücken und viel grün. Das scheinen die chinesischen Leute zu mögen.

In der Innenstadt von Kunming
In der Innenstadt von Kunming
Bikesharing – typisch chinesisch
Bikesharing – typisch chinesisch
Shopping Mall im „kommunisitischen“ China
Stadtplan mal anders
Kunming Old Street
Kunming Old Street und Pagoda
Strassenschild in Kunming – zum Glück auch in lateinischer Schrift

Der zweite Tag in Kunming hat dann mit einem Malheur begonnen. Mein geliebtes Nexus 5x hat den Geist aufgegeben. Es hat sich aufs Mal einfach abgeschaltet und liess sich nicht mehr starten. Aufladen, gut zureden, verschiedene Tastenkombinationen, Recherchen im Internet, alles half nichts. Ich bin scheinbar auch nicht der erste dem das passiert ist mit diesem Modell. Und der Zeitpunkt ist äusserst blöd. Ich kann definitiv nicht genug chinesisch um selbständig ein neues Gerät zu kaufen. Ich dachte mir dass ich den Tourguide um Hilfe fragen werde.

Vor dem Start der Tour am Abend habe ich dann noch den buddhistischen Yuantong Tempel besucht, wo verschiedenste Arten von Buddhismus am selben Ort beten können.

Eingang zum Yuantong Tempel
Wächterlöwe beim Yuantong Tempel
Eingang zum Yuantong Tempel
Yuantong Tempel
Yuantong Tempel

Nach diesem Besuch hat die Tour dann offiziell begonnen, mit ländlicheren Gegenden als erstes Ziel. Davon bald mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2019 Itinerario Desconocido

Nach oben ↑