Die vielfältige Halbinsel Yucatán

Weiter ging unser Abenteuer durch Mexiko mit der Fahrt nach Mérida auf der Halbinsel Yucatán. Mérida ist die Hauptstadt des Bundesstaats Yucatán, und auch die grösste Stadt der Halbinsel.

Neben der Maya Kultur, Yucatán ist bekannt für die Sinklöcher, oder auf spanisch Cenotes. Diese Sinklöcher entstehen durch unterirdische Höhlensysteme, welche durch Wasserläufe geformt wurden. Wenn diese Höhlen einstürzen entstehen eben diese Sinklöcher, welche mit Süsswasser gefüllt sind. Die Mayas betrachteten die Cenotes als Eingang zur Unterwelt. Heute sind diese mehr als 140 zugänglichen Cenotes beliebt zum Schwimmen und zum Tauchen. So haben wir zwei von diesen Cenotes unter fachkundiger Führung von einem Cenote Taucher besucht, wobei wir uns mit einer Schnorchelausrüstung begnügt haben. Das Wasser in diesen Cenotes ist wirklich glasklar, und es ist echt ein Erlebnis in diesen natürlichen Pools zu schwimmen und diese mit Taucherbrille und Schnorchel zu erkunden.

Cenote Kankirixche
Cenote Kankirixche
Cenote Yaal-Utzil

Etwa 100 km westlich von Mérida gibt es eine zu einem Biosphärenreservat gehörende Lagune, die Ría Celestún. Diese Lagune bietet ein Zuhause für viele verschiedene Vogelarten und Tieren. Berühmt ist die Lagune hauptsächlich für die vielen Flamingos welche dort überwintern. Zusammen mit einem Tourgspändli und einem Guide (der Rest der Gruppe wollte in Mérida bleiben), haben wir uns dorthin aufgemacht. Im kleinen Ort Celestún sind wir dann auf ein Boot umgestiegen, welches uns in die Lagune gebracht hat. Und wir wurden nicht enttäuscht. Tausende und tausende von Flamingos konnten wir dort beobachten, ein einzigartiges Spektakel. Weiter konnten wir auch die für diese Region typischen Mangroven per Boot erkunden.

Flamingos im Ria Celestún Bioshpären Reservat
Flamingos im Ria Celestún Bioshpären Reservat
Flamingos im Ria Celestún Bioshpären Reservat
Pelikane in den Mangroven
Mangroventunnel
Ojo de Agua
Der Strand von Celestún

Flamingos im Ria Celestún Bioshpären Reservat

Mangroventunnel

Mérida an und für sich ist auch eine sehr schöne Stadt zum erkunden, wofür wir auch noch ein wenig Zeit übrig hatten. Wie für Mexiko üblich haben wir eine sehr lebendige und farbige Stadt angetroffen. Speziell aufgefallen sind uns die sehr sorgfältig und fantasievoll eingerichteten Restaurants und Bars.

Abendstimmung in den Strassen von Mérida
Kathedrale von Mérida
Weihnachtsstimmung in der Mérida Town Hall
Mexikanischer Friedhof in Mérida
In der Pipiripau Bar in Mérida
In der Pipiripau Bar in Mérida
In der Pipiripau Bar in Mérida
In der Pipiripau Bar in Mérida
Poulet an Mole Poblano

Als nächstes Stand ein Besuch der wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit Mexikos auf dem Programm: Die Maya Ruinen von Chichén Itzá, welche zu den 7 Weltwundern der Neuzeit gehören. Wir sind früh am morgen in Mérida losgefahren, um den grossen Touristenströmen aus dem Weg zu gehen. Chichén Itzá ist innerhalb nützlicher Frist von der Karibikküste erreichbar, und somit wird der Ort auch von Urlaubern in Resorts und auf Kreuzfahrtschiffen besucht, damit man wenigstens etwas von Mexiko gesehen hat und man das obligate Selfie machen kann.

Früh aufstehen hat sich wirklich gelohnt. Nebst der ikonischen Pyramide konnten wie die weniger bekannten Stätten bestaunen, darunter diverse Tempel, einen Ballspielplatz wie er fast in allen Maya Ruinen zu finden ist, und viele Steinhauereien mit viel Symbolik. Nebenan gabe es zudem noch ein Cenote, welches in Maya Zeiten eine grosse Bedeutung hatte. Chichén Itzá erlebte seine Blütezeit zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert, und ist somit viel weniger alt als beispielsweise Teotihuacán. Die Bauweise hat sich aber interessanterweise nicht wirklich stark verändert über diese Zeit.

Pyramide des Kukulcán in Chichén Itzá
Schlangenkopfskulptur
Halle der 1000 Säulen
Unzählige Säulen mit Hieroglyphen
Der Caracol – oder Schneckenturm
Viele Säulen sind noch übrig
Überreste eines Tempels
Totenköpfe sind schon lange überall zu sehen in Mexiko
Kunstvolle Steingravuren
Cenote direkt neben den Ruinen von Chichén Itzá

Als wir gegen Mittag mit der Erkundungstour durch die Ruinenstadt fertig waren, hatte Jason, unser Guide, etwas ganz spezielles vor mit uns. Er hat uns mitgenommen zu einer ihm bekannten Familie, welche uns Cochinita Pibil zubereitet hat. Cochinita Pibil ist die mexikanische Version von Pulled Pork, und ist ein sehr typisches Essen auf der Halbinsel Yucatán. Dieses Gericht wird in einem Erdofen zubereitet, wo das Fleisch mehrere Stunden schmort bis es schön zart ist. Und das zusammen mit verschiedenem Gemüse und natürlich den Salsas ergibt das ein leckeres und authentisches Essen, was wir sehr genossen haben. Die Familie lebt dort in sehr einfachen Verhältnissen, versucht sich aber mit diesem Gericht ein Take-Away Business aufzubauen, was scheinbar schon sehr gut funktioniert.

Mittagessen in einem typischen einfachen Haushalt
Cochinita Pibil wird in einem Erdofen geschmort
Mittagessen in einem typischen einfachen Haushalt
Cochinita Pibil – ein typisches Gericht aus Yucatán
Cochinita Pibil – ein typisches Gericht aus Yucatán

Unsere Tour ist nun schon fast zu Ende. Übrig bleibt noch die Fahrt nach Playa del Carmen an der Karibikküste. Ich habe meinen Aufenthalt in Mexiko noch ein wenig verlängert, und die Karibikküste der Halbinsel Yucatán noch ein wenig auf eigene Faust erkundet. Von diesen Erlebnissen werde ich im nächsten Post berichten. Bis dann!

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