Gut erholt dank der relativ kurzen Wanderung am Vortag stand an diesem Tag wieder eine grössere Etappe auf dem Programm.
Das Ziel des Tages lautet Deboche. Einmal mehr hatten wir am morgen perfektes Wanderwetter, nur ein paar kleine Wolken zierten den Himmel. Auch der Weg war nicht sehr bevölkert, Grund dafür waren vermutlich die schlechten Flugverhältnisse an den Tagen zuvor, was die Touristenströme ein wenig zurückhielt. Wir marschierten wieder durch Namche, und gehen oberhalb des Dorfes wo wir am Vortag gerade aus gingen eben nach rechts. Der Weg führt dem Hang entlang. Schon bald sehen wir ein prächtiges Panorama vor uns. Wieder konnten wir die vier markanten Berge bestaunen, Nuptse, Everest, Lhotse und Ama Dablam. Am Weg gingen wir immer wieder an Chörten vorbei, ein buddhistischer Kultbau. Diese bauten, so hat uns das Santosh gelernt, sollte man nur im Uhrzeigersinn passieren, also immer an der linken Seite vorbei gehen.







Auch zum Landschaftsbild gehören die Yaks, welche die höher gelegenen Dörfer mit Güter versorgen. So müssen wir uns immer wieder an den Wegrand stellen, damit die Karawane passieren kann. Waren werden ebenfalls durch menschliche Träger transportiert. Wir haben uns oft gewundert wie diese Leute so grosse Lasten den Berg hochbringen, während wir schon mit unserem leichten Tagesrucksack ins Keuchen gerieten.


Nicht fehlen darf natürlich auch eine Teepause, welche wir an diesem Tag bei bestem Panorama geniessen konnten. Ginger Lemon Honey Tea, oder GLT, wie wir es mittlerweile nannten um den Bestellprozess ein wenig effizienter zu gestalten.

Kurz vor Mittag geht es ausnahmsweise mal wieder runter. Unten beim Fluss angekommen machten wir Mittagspause in einem Ort mit dem lustigen Namen Phunki Thanga. Das Mittagessen brauchten wir, denn nach der Mittagspause ging es bergauf. Innerhalb von 2.5 km hatten wir ca. 500 Höhenmeter zurück gelegt. Angekommen auf dem Hügel erreichten wir das Dorf Tengboche, wo sich auch das grösste Kloster in der Khumbu Region befindet. Wir kamen gerade rechtzeitig zum Gebet, und so durften wir den Mönchen in der Versammlungshalle beim Gebet zuschauen.




Nach diesem eindrücklichen Erlebnis ging es dann weiter in den letzten Teil der heutigen Etappe, zum Glück bergab. Und nur noch etwas mehr als ein Kilometer. So erreichten wir das kleine Dorf Deboche, wo wir uns nach dieser doch ziemlich anstrengenden Etappe ausruhen konnten.
Schreibe einen Kommentar