Welcome to South Australia

Zu acht und mit unserem neuen Guide Joe machen wir uns vom Erlunda Roadhouse auf in den Süden, entlang vom Stuart Highway. Schon bald erreichen wir die Grenze zwischen den Staaten Northern Territory und South Australia, so wir einen Halt einlegen.

Die Grenze zwischen Northern Territory und South Australia

Ähnlich wie in der Kimberley Region ist die Landschaft extrem öde, die Strasse über Kilometer nur gerade, und Verkehr hat es fast keinen auf dieser Route. Joe erklärt uns seine Techniken die er benutzt um nicht einzunicken am Steuer, und er ist froh um Gesellschaft vorne in der Führerkabine. Schlafen ist dort aber strikte verboten.

Stuart Highway in South Australia

Im Nachhinein bleibt mir die Tour in den Süden nach Adelaide als „Tour der Kuriositäten“ in Erinnerung. Ich hoffe ich kann in diesem Beitrag ein wenig vermitteln weshalb. Hier die erste Kuriosität: Der Dingozaun. Der Dingozaun ist ein 5412 km (!!) langer Zaun, der von der von der Küste South Australiens bis in den Staat Queensland nördlich von Brisbane verläuft. Er ist gebaut um die Schafherden im Süden von Australien von den Dingos und anderen Raubtieren zu schützen. Er gilt als längstes Bauwerk der Welt. Natürlich machen wir am Ort wo der Stuart Highway dieses Bauwerk kreuzt kurz halt um uns die Beine zu vertreten und ein Foto zu machen.

Der 5412 km lange Dingozaun
Unser Bus

An diesem Tag führt uns der Weg nach Coober Pedy. Eine weitere Kuriosität. Coober Pedy ist ein Dorf, das sich gebildet hat, nachdem Opal entdeckt worden ist in dieser Region. Die Opaljäger begannen, viele Löcher in den Boden zu schaufeln um den Opal abzubauen. Die Aborigines in dieser Region haben diesem Treiben mit erstaunen zugesehen, und den Ort „Kupa Piti“ getauft, was soviel bedeutet wie „das Loch des weissen Mannes“. Die Leute brauchen natürlich auch Unterkünfte, und die teilweise auch horizontal in einen Hügel gebudelten Löcher wurden nach und nach auch als Behausung gebraucht. So entstand ein Ort im Untergrund, und das ist noch heute so. Sogar eine Kirche ist in einem Hügel untergebracht! Wir konnten eine als Museum umfunktionierte Mine besuchen, und dort ist auch ein Modellhaus zu sehen wie die Leute bis heute leben. Abgesehen von den fehlenden Fenstern ist es wirklich gemütlich dort drin. Es bleibt auch schön kühl im Sommer, was in dieser Region äusserst wichtig ist.

Coober Pedy
Haus im Untergrund in Coober Pedy
Es gibt viele Stollen und Löcher in Coober Pedy
So sehen moderne „Häuser“ in Coober Pedy aus
Opal Minen in Coober Pedy
Das it Opal, angeleuchtet mit UV Licht
Ein glorifizierter Aushub Hügel in Coober Pedy
Unterirdische Kirche in Coober Pedy
Unterirdische Kirche in Coober Pedy
Die Blower sind ikonisch für Coober Pedy
Blower auf unserem Bus! 😉

Wie es sich gehört für Coober Pedy haben auch wir eine Unterkunft im Untergrund bezogen. Es gibt dort eine Art Youth Hostel im Untergrund, wo wir uns einnisten konnten.

Unser Bus beim Eingang zur Unterkunft
Untergrund Unterkunft in Coober Pedy

Am nächsten Morgen besuchten wir noch ein Waisenhaus für Kängurus. Es passieren oft Unfälle mit Kängurus auf der Strasse, und so kann es vorkommen, dass eine Mutter mit einem kleinen Känguru im Beutel ums Leben kommt, das Junge aber überlebt. Diese Jungen werden dann dort aufgezogen.

Besuch in einem Känguru Waisenhaus

An diesem Tag wollten wir eigentlich den Oodnadatta Track befahren, eine offroad Piste durchs Hinterland. Untypisch für die Jahreszeit hat es aber geregnet in der Nacht, was den Track gemäss Joe unbefahrbar macht. So sind wir einmal mehr auf dem Stuart Highway unterwegs. Wir machen kurz Stopp bei einem Salzsee, Lake Hart. Und dann auch in Woomera, einem riesigen ehemaligen miltärischen Sperrgebiet, wo Waffen getestet wurden, unter anderem Raketen. Beispiele davon sind dort im kleinen Ort ausgestellt.

Der Lake Hart Salzsee
Die Central Australian Railway führt entlang vom Lake Hart
Ein Stück Salz
Ausstellung in Woomera
Ausstellung in Woomera
Ausstellung in Woomera
Woomera
Die Central Australian Railway südlich von Coober Pedy

Wir sind dann weitergefahren nach Quorn, dem Touristenzentrum in den so genannten Flinders Ranges, benannt nach Matthew Flinders. Er gilt als einer der wichtigsten britischen Entdecker Australiens, und hat als erster Brite Australien komplett umsegelt. Man merkt, dass wir weiter in den Süden kommen. Die Landschaft wird langsam aber sicher wieder grün, und auch hügeliger. Die Flinders Ranges sind ein beliebtes Ausflugsziel von Wanderer, und so haben wir am nächsten morgen eine solche Wanderung unternommen.

Wanderung in den Flinders Ranges
Wanderung in den Flinders Ranges
Wanderung in den Flinders Ranges
Wanderung in den Flinders Ranges
Wanderung in den Flinders Ranges

Ich habe dann am Nachmittag zusammen mit einem Kollegen noch eine zweite, ein wenig anspruchsvollere Wanderung auf den Dutchmens Stern gemacht, ein Aussichtspunkt mit einer super Aussicht über die Region.

Auf dem Weg zum Dutchmans Stern
Aussicht vom Dutchmans Stern
Aussicht vom Dutchmans Stern
Wanderung am Dutchmans Stern
Wanderung am Dutchmans Stern
Wanderung am Dutchmans Stern
Wir treffen auf Kängurus
Wir treffen auf Kängurus

Quorn ist ein Ort, der seinen Charm behalten hat. Quorn war früher ein Knotenpunkt der Ost-West und Nord-Süd Eisenbahnlinien und galt als bedeutender Ort. Mittlerweile ist die Linienführung aber anders, und der Bahnbetrieb ist nur noch touristischer Natur. Die Bahnanlagen sind verlassen und der Öffentlichkeit zugänglich, und liefern somit ein interessantes Sujet für Fotos.

Quorn hat seinen Charme behalten
Die Bahnstation von Quorn
Die Bahnalagen werden nur noch touristisch genutzt
Verlassenes Rollmaterial
Verlassenes Rollmaterial
Verlassenes Rollmaterial
Unsere Unterkunft, wo es angeblich spukt

Verabschiedet aus den Flinders Rangens haben wir uns am nächsten Morgen, mit einem Besuch im Alligator Gorge im Mount Remarkable National Park (lustiger Name…). Der Weg führt uns weiter nach Süden, wo die Landschaft nun wirklich grün und geworden ist. Landwirtschaft ist hier hoch im Kurs, und auch Wein. So haben wir einen letzten Stopp vor Adelaide in Clare gemacht, dem Zentrum vom Clare Valley Weingebiet. Dort konnten wir bei einem Weinhändler ein wenig Wein degustieren. Ich bin zwar kein Weinkenner, aber ich fand den Wein eher unterdurchschnittlich. Gerne hätte ich auch mehr gesehen wie der Wein produziert wird, aber nun ja.

Wanderung im Alligator Gorge
Wanderung im Alligator Gorge
Wanderung im Alligator Gorge
Wanderung im Alligator Gorge
Wanderung im Alligator Gorge
Besuch in Clare, der Weinregion von South Australien

So sind wir am frühen Abend in Adelaide angekommen, der Hauptstadt von South Australia. Sechs Leute haben hier die Tour verlassen, und übrig blieben nur noch eine Engländerin und ich. Wir haben 2 Tage in Adelaide verbracht, und sind anschliessend weiter nach Melbourne gefahren. Davon bald mehr.

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