Kakadu, Litchfield und Nitmiluk National Park

Nach der organisierten Kimberley Tour war ich wieder mal auf mich alleine gestellt. Australien gefällt mir sehr gut, somit habe ich beschlossen, die Reise da fortzusetzen. Logische nächste Station ist Darwin, und die umliegenden National Pärke, wobei es bei der Routenwahl Optimierungspotential gegeben hätte. Um nach Darwin zu gelangen muss ich die Kimberley wieder komplett von West nach Ost durchqueren, und zwei Tage früher wäre ich auf halbem Weg dort gewesen.

Der Manager von der Kimberley Lodge wo wir das letzte Mal in Broome übernachtet haben hat sich schon ein wenig angetrunken zu uns an den Tisch gesellt, und so von meinen Plänen erfahren. Er empfahl mir, nach Katherine zu gehen, und von dort aus Katherine Gorge und Litchfield zu erkunden. Danach Kakadu National Park und Darwin. Ok, kann ich machen dachte ich mir. So bin ich eines schönen Morgens in Broome in einen Greyhound Bus in Richtung Darwin gestiegen, welcher an der Ortschaft Katherine vorbei kommt. Fast 23 Stunden Busfahrt. Ist ein Erlebnis habe ich mir gedacht. Günstiger als ein Flug, ein wenig ausruhen, und auch die Landschaft kann man geniessen. Die Fahrt war besser als ich es erwartet habe. Genügend Platz, neben mir ein leerer Sitz, und keine störenden Passagiere.

Der Greyhound Bus von Broome nach Katherine

Frühmorgens bin ich am darauffolgenden Tag in Katherine angekommen, und nach einem Frühstück an einer Tankstelle konnte ich zu meinem Erstaunen schon um ca. 9 Uhr im Hotel einchecken. Ein wenig später habe ich mich dann im Visitor Center umgeschaut. Wie erwartet, Katherine Gorge und Litchfield National Park sind die grossen Attraktionen. Nur: Wie komme ich dorthin? Öffentliche Busse gibt es nicht, auch keine Touren welche Pickup Service in Katherine anbietet. Taxi und Mietwagen sind die einzige Option, und alleine wird das teuer. Ein wenig frustriert ging ich ins Hotel zurück, wirklich nicht happy alleine unterwegs zu sein. So habe ich mich im Internet umgesehen, und zufälligerweise ein Last Minute Angebot für eine 4 tägige Tour gefunden, durch die sich dort befindenden National Parks Litchfield, Kakadu und Katherine Gorge. Die Tour startete am übernächsten Tag, allerdings in Darwin. So habe ich meine Hotelbuchung angepasst, und ein Greyhound Ticket nach Darwin gebucht.

Nach einer Nacht in einem Backpackers in Darwin geht die Tour los, in einem Geländebus ging es zuerst in Richtung Litchfield National Park. Dort gab es einiges zu sehen: Wasserfälle, Pools zum Schwimmen, interessante Vegetation, und verschiedene Termitenarten. Am meisten fasziniert haben mich die Magnet Termiten, welche ihren sehr schmalen, silbergrauen Bau gemäss dem Magnetfeld der Erde so ausrichten, dass dieser von der Sonne ideal bestrahlt wird. So sind dann auch alle Termitenbauten dieser Art genau gleich ausgerichtet. Ebenfalls zu sehen im Litchfield National Park sind Kathedral Termiten, welche riesige Bauten errichten.

Fledermäuse im Litchfield National Park
Florence Falls im Litchfield National Park
Feuer kreiert interessante Landschaften
Magnet Termintenbauten
Magnet Termintenbauten
Kathedral Termitenbau

Wir sind dann schon bald weiter, wo wir auf dem Weg in den Kakadu National Park Camp bezogen haben. Frühmorgens ging es dann los mit einer Bootsfahrt durch die Mary River Wetlands, ein Zuhause von vielen verschiedenen Tierarten. Besonders interessant waren die Salzwasserkrokodile, welche bedeutend grösser und auch gefährlicher sind als die Süsswasserkrokodile welche ich bis zu diesem Zeitpunkt gesehen habe. Wir haben dann effektiv ziemlich viele von diesen Tieren gesehen.

Mary River Wetlands
Mary River Wetlands
Mary River Wetlands
Mary River Wetlands
Krokodil sonnt sich am Flussufer
Salzwasserkrokodil am chillen
Salzwasserkrokodil am chillen
Ein mutiger Storch…

Weiter ging es in den Kakadu National Park, wo wir als erstes Ubirr Rock besuchten. Diese Steinformation inmitten der Auenlandschaften haben die Aborigines als Behausung gebraucht. In diesem Gebiet sind viele Malereien zu sehen, welche in den meisten Fällen als Lehrmittel gebraucht wurden. So sieht man Beispielsweise Zeichnungen, welche den „Aufbau“ von Tieren und Menschen beschreiben. Wir sind dann auch auf den Ubirr Rock gestiegen. Die Aussicht dort oben ist überwältigend. Wald, Grasland, Fluss, Termitenbauten. Eigentlich nichts wirklich spezielles, aber die Kombination ist echt einzigartig. Während der Regenzeit haben sich die Aborigines auf diesen Rock zurückgezogen, und hatten von dort oben einen super Überblick, was mit der Natur geschieht.

Steinmalereien im Kakadu National Park
Steinmalereien im Kakadu National Park
Ubirr Rock
Steinmalereien beim Ubirr Rock
Steinmalereien beim Ubirr Rock
Steinmalereien beim Ubirr Rock
Aussicht vom Ubirr Rock
Aussicht vom Ubirr Rock

Mit dem Besuch bei den Gunlom Falls hatten wir am nächsten Morgen noch ein weiteres Highlight auf dem Programm, dort hat die Natur einen einzigartigen Infinity Pool mit einer grandiosen Aussicht geschaffen. Danach hiess es leider schon Abschied nehmen.

Auenlandschaft im Kakadu National Park
Infinity Pool oberhalb der Gunlom Falls im Kakadu National Park
Oberhalb der Gunlom Falls im Kakadu National Park
Kakadu National Park

Wir hatten eine lange Busfahrt nach Katherine vor uns. Auf der Karte sieht das Gebiet eigentlich nicht sehr gross aus, aber die Distanzen sind dennoch ziemlich gross. Entsprechend viel Zeit verbringen wir dann auch im Bus. In Katherine durften wir in einem vom Touroperator betriebenen Camp hausen, die Ausrüstung ist wirklich super! Und wir wurden sogar von der Camp Verantwortlichen bekocht, ein äusserst leckeres Nachtessen gab es dort.

Camp in Katherine

Katherine Gorge, auch bekannt unter Nitmiluk National Park, stand am nächsten Morgen auf dem Programm. Früh sind wir los, um den Sonnenaufgang zu erleben. Wir hatten die Option, eine Bootsfahrt in der Schlucht zu unternehmen, aber da ich schon einige von diesen Schluchten in den Kimberley erlebt habe liess ich das sein und bin stattdessen auf eine kurze Wanderung um die Schlucht von oben zu sehen.

Katherine Gorge bei Sonnenaufgang
Katherine Gorge bei Sonnenaufgang

Bevor wir uns dann für die lange Fahrt zurück nach Darwin in den Bus gesetzt haben, durften wir noch ein wenig Kultur der Aborigines erleben. Manuel, ein Aborigine, hat uns ein wenig von seiner Kultur erzählt, unter anderem auch der Moment als er zum ersten Mal einen Weissen sah. In gewissen Gebieten lebten die Aborigines noch lange völlig isoliert. Dass die Weissen waren den Älteren vermutlich schon bewusst, aber die Jüngeren hat man von diesem Thema offenbar abgeschirmt. Manuel hat uns dann sogar noch etwas auf dem Didgeridoo vorgespielt. Das Kulturzentrum betreibt dort zudem noch eine Känguru Orphanage, wo verwaiste Kängurus ein neues Zuhause erhalten. Das war auch ganz niedlich anzusehen.

Manuel spielt uns etwas auf dem Didgeridoo…
…und zeigt uns wie man einen Speer wirft

Manuel spielt uns etwas vor

Zahme Kängurus
Zahme Kängurus

Die lange Busfahrt zurück nach Darwin haben wir mit einem Stopp bei den Edith Falls aufgelockert, wo wir uns ein wenig abkühlen konnten.

Edith Falls

In Darwin habe ich mich dann noch ein wenig umgesehen, bevor ich mich erneut in einen Greyhound Bus gesetzt habe. Richtung Süden, nach Alice Springs. Davon mehr beim nächsten Mal.

Mindil Beach in Darwin
Mindil Beach in Darwin
Mindil Beach in Darwin
Kleine Krebse machen diese Muster am Mindil Beach in Darwin
Kleine Krebse machen diese Muster am Mindil Beach in Darwin
Darwin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2018 Itinerario Desconocido

Nach oben ↑