Nach dem Besuch in Malaysia stand mein vorerst letzter Halt in Asien auf dem Programm. Der Inselstaat Sri Lanka, was mir von anderen Reisenden wärmstens empfohlen wurde. Ich besuchte die Insel vor den äusserst tragischen Anschlägen von Ostern 2019, insofern habe ich das Land erlebt wie es war vor diesen Anschlägen. Ich wünsche dem Land, dass es rasch wieder auf die Beine kommt nach diesen traurigen Ereignissen.
Spätabends bin ich am Flughafen Colombo angekommen, und habe mir ein Taxi genommen nach Negombo, zu meiner ersten Unterkunft. Die kleine Stadt Negombo ist näher beim internationalen Flughafen als die Stadt Colombo selbst. Ich hatte einmal mehr eine Tour gebucht, wo wir in gut 2 Wochen das Land erkundet haben, und Negombo war der Ausgangspunkt der Reise.
Negombo selbst hatte ich am nächsten Tag selbst erkundet. Zuerst zu Fuss, wo man ständig, aber wirklich ständig eine Tuk-Tuk Fahrt angeboten erhält. So wollte ich mal den Strand erkunden, aber das war eher eine Enttäuschung. Wirklich schmutzig und nicht viel los. Schlussendlich hatte ich mich dann doch in ein Tuk-Tuk gesetzt, und bin zum Angurukaramulla Tempel gefahren, was wir vom Lonely Planet empfohlen wurde. Ja, ich bin wieder in buddhistischen Territorium, das merke ich schnell. Viele Figuren, Statuen und Stupas, wo ich mir aber ohne Guide nicht viel dazu reimen kann.
Der Tuk-Tuk Fahrer hat mir dann angeboten, dass er mich für einen Pauschalbetrag noch ein wenig weiter herum fährt, zu einem botanischen Garten wo mir ein Professor die medizinische Wirksamkeit von Pflanzen erklärt hat. Entlang der nicht wirklich schönen Küste bin ich dann schlussendlich noch zum Fischmarkt, welcher ich sehr interessant fand, allerdings den hygienischen Vorschriften der Schweiz bei weitem nicht genügen würde.
Am Abend hat sich dann die Gruppe zusammen gefunden. Eine recht grosse Gruppe, aber soweit ok. So sind wir dann am nächsten Morgen früh aufgebrochen in Richtung Anuradhapura, der ersten Hauptstadt Sri Lankas. Dort in der Nähe liegt Mihintale, welches als Geburtsstätte des Buddhismus in Sri Lanka gilt. Auf einem Hügel kann man dort Stupas, eine Buddha Statue und die Aussicht bewundern.
Vermutlich die Hauptattraktion von Anuradhapura ist die Abhayagiriya Monastery, eine riesige Klosteranlage und vermutlich die wichtigste buddhistische Pilgerstätte in Sri Lanka. Das haben wir dann auch mit eigenen Augen verfolgen können, denn es waren diverse Zeremonien im Gange. Weiter gab es noch irrsinnig grosse Stupas (angeblich die grösste Backsteinkonstruktion der Welt), unglaublich grosse Curry Tröge in der damaligen Küche, und den originalen Bodhi Baum zu bewundern. Der Bodhi Baum ist ein heiliger Feigenbaum, unter welchem Buddha angeblich die Erleuchtung erlangt hat. Sämtliche in den Klosteranlagen gepflanzten Bodhi Bäume stammen von diesem einen Baum ab.
Ein wenig überwältigt von all diesen religiösen Bauten haben wir uns dann auf den Weg nach Polonnaruwa gemacht. Dies ausnahmsweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sprich einem der bunten Busse welchen das Strassenbild in Sri Lanka prägen. Diese Fahrzeuge sind wunderschön verziert, aber scheinbar nicht super gut gewartet. Auf jeden Fall war auf ca. halber Strecke Schluss, der Bus hat den Geist aufgegeben. Noch spektakulärer war dann das Ersatzfahrzeug, wo wir während der Fahrt mit Bollywood Musikvideos unterhalten wurden.
In Polonnaruwa besuchten wir dann einen archäologischen Park, welche zu den UNESCO Weltkulturerben gehört. Die heutige Kleinstadt war früher Sitz von König Vijayabāhu I (11. Jahrhundert). Bestaunen kann man wunderschön verzierte Säulen, Statuen und Eingangssteine.
Den vorläufig letzten Tempel besuchten wir dann am nächsten Tag in Dambulla, wo wir die Dambulla Cave Temples besuchten. Dort gibt es im Berg drinnen Buddhastatuen zu bewundern, zusammen mit ein paar Kuriositäten wie einer Statue von einem König, was irgendwie komisch erscheint an diesem Ort. Die Wände und Decken sind zudem wunderschön mit Fresken bemalt.
Nach den Dumbulla Cave Temples standen dann etwas andere Aktivitäten auf dem Programm, was ich ehrlichgesagt zu diesem Zeitpunkt begrüsst hatte. Ich hatte gerade ein wenig genug von Ruinen und Tempeln. Eine Safari stand auf dem Programm, und der Besuch der wohl berühmtesten Attraktion in Sri Lanka: Sigiriya. Davon bald mehr.
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