Bye Bye Tibet

Nach unserem spektakulären Ausflug ins Everest Basecamp neigte sich unser Besuch in Tibet langsam aber sicher dem Ende zu. Nach einer etwa 8 stündigen Fahrt kamen wir in Shigatse an, das wir ja bereits bestens kennen. Unterwegs haben wir halt gemacht, um den Bauernfamilien bei der Arbeit auf den Feldern ein wenig zuzuschauen. Es werden nach wie vor Rinder und Yaks als Zugtiere verwendet, aber kleine Traktoren halten auch mehr und mehr Einzug in den Bauernalltag. Beobachten konnten wir einen bunten Mix davon.

Eine Bauernfamilie während einer Pause
Eine Bauernfamilie während einer Pause
Rinder werden als Zugtiere eingesetzt
Rinder werden als Zugtiere eingesetzt
Rinder werden als Zugtiere eingesetzt
Rinder werden als Zugtiere eingesetzt
Yaks werden für den Einsatz auf dem Feld geschmückt
Yaks werden für den Einsatz auf dem Feld geschmückt
Mittlerweile sind auch Traktoren zu sehen auf den Feldern
Mittlerweile sind auch Traktoren zu sehen auf den Feldern
Mittlerweile sind auch Traktoren zu sehen auf den Feldern
Mittlerweile sind auch Traktoren zu sehen auf den Feldern

Pema hatte auch für diesen Abend etwas im Köcher, und zwar hat er uns mitgenommen in ein Lokal, wo es zusätzlich zum Essen noch ein paar Darbietungen gab. Er hat uns erklärt, dass früher die Bevölkerung mangels Schulbildung so geschult wurden, durch erzählen von Geschichte mittels einem Theater. Diese Tradition wird nun so gepflegt. Verstanden haben wir natürlich nichts, aber Pema hat uns erklärt um was es da ging. Auf der Leinwand im Hintergrund wurden Videoclips abgespielt, welche aber scheinbar nichts zu tun hatten mit dem Theater, was auch ein wenig Verwirrung stiftete. Danach hatte noch eine Band einen kurzen Auftritt. Das typisch tibetische Essen war einmal mehr super lecker. Wir haben gemeinsam viele verschiedene Gerichte bestellt und dann family style jeder für sich genommen so viel er wollte. Für mich waren genau diese Essen die besten: Viele verschiedene Dinge probieren, und dann je nach Geschmack mehr oder weniger davon essen. Super, oder?

Auftritt von einer Theatergruppe im Restaurant in Shigatse
Auftritt von einer Theatergruppe im Restaurant in Shigatse
Auftritt einer traditionellen Band im Restaurant in Shigatse
Auftritt einer traditionellen Band im Restaurant in Shigatse

Nach einer Nacht im altbekannten Hotel haben wir die letzte Etappe in Angriff genommen, zurück nach Lhasa. Aber auch diese Fahrt war gespickt mit interessanten Eindrücken. Wir machten Halt an einem Ort, wo Räucherstäbchen hergestellt werden. Wir haben diese viele Male gesehen, insbesondere in den Klöster. Aber wir haben uns gar nie gefragt wie diese hergestellt werden. Zuerst wird Holz zu einer Paste verarbeitet. Dies geschieht in einer Art Mühle, welche von einem Wasserrad angetrieben wird. Das Holzstück wird am Ende von einem Stock montiert, der dann von einem Wasserrad hin und her bewegt wird und über einen Stein reibt. So wird dieses Holzstück nach und nach zermalmt und zu einer Paste. Und von diesen Installationen gab es etwa 5, wirklich lustig zum zuschauen.

Das Holz wird zermalmt und zu einer Paste
Das Holz wird zermalmt und zu einer Paste
Das Holz wird zermalmt und zu einer Paste
Das Holz wird zermalmt und zu einer Paste
Das Wasserrad treibt die Holzmühle an
Das Wasserrad treibt die Holzmühle an

Holzmühlen in Action

Die Paste wird dann angereichert mit Kräutern, und anschliessend durch ein Loch gepresst. Und so entstehen dann eben Stäbchen. Diese werden anschliessend getrocknet und sind dann bereit für den Gebrauch.

Die Paste welche nun zu Stäbchen verarbeitet wird
Die Paste welche nun zu Stäbchen verarbeitet wird
So wird die Paste durch eine Form gedrückt
So wird die Paste durch eine Form gedrückt
Räucherstäbchen beim Trocknen
Räucherstäbchen beim Trocknen
Räucherstäbchen fertig für den Verkauf
Räucherstäbchen fertig für den Verkauf
Direkt neben der Raucherstäbchenfabrik, fand es interessant!
Direkt neben der Raucherstäbchenfabrik, fand es interessant!

Auch die Natur hatte noch etwas ganz spezielles zu bieten, ein Phänomen das ich bisher noch nie beobachten konnte. Ein Regenbogen rund um die Sonne. Dieser entsteht, wenn in grosser Höhe kleine Eiskristalle das Sonnenlicht brechen, wie die Regentropfen bei einem klassischen Regenbogen. Ich habe versucht, das auch auf Fotos festzuhalten, aber wie so oft ist das „Live“ einiges spektakulärer als auf einem Bild.

Regenbogen um die Sonne
Regenbogen um die Sonne
Regenbogen um die Sonne
Regenbogen um die Sonne

In Lhasa haben wir wiederum im Hotel welches wir bereits kannten eingecheckt. Beim Treppensteigen im Hotel ist mir aufgefallen wie gut wir uns akklimatisiert haben. Am ersten Tag kamen wir kaum die Treppe hinauf, und nach diesen fast 2 Wochen waren dieselben Treppen kaum noch der Rede wert. Schon faszinierend wie sich der Körper anpassen kann an verschiedene Situationen. Diese Nacht war dann die letzte in Tibet. Am nächsten Morgen ging es zum Flughafen. Man merkt auch hier die Präsenz der Chinesen und die strategische Bedeutung von diesem Flughafen, ich habe noch nie rigorosere Checks an einem Flughafen erlebt als dort. Schon vor dem Terminalgebäude wurden wir mit Sprengstoffdetektoren geprüft. Wenig später hiess es dann tschüss sagen an Tibet, und vor allem auch an unserem Guide Pema, welcher uns so souverän durch sein Land geführt hat und uns alle mit seinem Wissen beeindruckt hat.

Unser Multimedia-affine „Reisegspändli“ Meryl hat während der Fahrt ein eindrückliches Video geschnitten und auf Instagram gestellt, es lohnt sich das anzuschauen, es gibt noch den einen oder anderen animierten Eindruck von unserem Besuch in Tibet.

casually made this during a 5 hour bus ride. See it in theatres!

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Geflogen sind wir dann nach Chengdu, eine Grossstadt in der Provinz Sichuan, welche für ihr Essen bekannt ist. Stay tuned!

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