Tibet Roadtrip

Die Stadt Shigatse war der nächste Zwischenhalt von unserem Tibet Abenteuer. Shigatse ist mit rund 120000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt in Tibet, liegt auf 3800 m, und ist Regierungssitz der gleichnamigen Präfektur im Südwesten von Tibet. Sie ist auch unter dem Nickname „Gateway to Everest“ bekannt. Zwischen dem Everest und Shigatse gibt es effektiv höchstens noch ein paar kleine Dörfer. Und was macht man wenn man in einem Ort ankommt als Tourist? Genau, man besucht das Kloster! Jedes Kloster hatte bisher etwas spezielles, so auch dieses: Wir konnten den Mönchen beim Gebet und den zugehörigen Vorbereitungen zuschauen. Später haben wir uns unter die Pilger gemischt, und eine Kora gemacht, sprich wir sind um den gesammten Klosterkomplex gelaufen. Im Uhrzeigersinn natürlich. Das hat schon mal etwa 1.5 Stunden gedauert und war ein interessantes Erlebnis. Zudem hatten wir noch Aussicht über die Stadt Shigatse.

Stupas mit Pilger während der Kora im Kloster Shigatse
Stupas mit Pilger während der Kora im Kloster Shigatse
So sieht das Kloster Shigatse aus
So sieht das Kloster Shigatse aus
Ein junger Mönch kommt zum Gebet
Ein junger Mönch kommt zum Gebet
Ein kleiner Schwatz...
Ein kleiner Schwatz…
Die Mönche machen sich bereit für das Gebet
Die Mönche machen sich bereit für das Gebet
Schuhe sind nicht erlaubt in der Versammlungshalle, auch nicht für Mönche
Schuhe sind nicht erlaubt in der Versammlungshalle, auch nicht für Mönche
Pilger während der Kora rund ums Kloster Shigatse
Pilger während der Kora rund ums Kloster Shigatse
Pilger während der Kora rund ums Kloster Shigatse
Pilger während der Kora rund ums Kloster Shigatse
Ein buddhistisches Schaf macht ebenfalls die Kora
Ein buddhistisches Schaf macht ebenfalls die Kora

Am nächsten Tag ging es im Bus weiter in Richtung Everest, und immer ein wenig Höher. Auf dem Programm Stand ein Abstecher nach Sakya, eine kleine Stadt auf 4200 m. Wir fahren auf dem so genannten „Friendship-Highway“, eine Strasse welche die Freundschaft zwischen Tibet und Nepal symbolisieren soll. Die Strasse führt schlussendlich auch nach Nepal. Allerdings ist die Strasse im Grenzgebiet zu Nepal momentan aufgrund des schweren Erdbebens im Jahr 2016 geschlossen. Auf dem Weg passierten wir Kilometer 5000 gemessen von Shanghai wo dieser Highway beginnt. Interessanter Zufall: Ich habe meine Reise auch in Shanghai begonnen, und bin bis hier ausschliesslich auf dem Landweg gereist. Wohl mehr als 5000 Kilometer allerdings. Wir sind dann in Richtung Sakya abgebogen von dieser Strasse, wo gerade eine neue Strasse gebaut wird, und unser Busfahrer musste mit einer temporären „Strasse“ vorlieb nehmen. Dieser Teil war ziemlich abenteuerlich und hat sowohl den Busfahrer und den Bus ziemlich beansprucht.

Kilometer 5000 vom Friendship Highway, gemessen von Shanghai wo dieser Highway beginnt
Kilometer 5000 vom Friendship Highway, gemessen von Shanghai wo dieser Highway beginnt
Unser Bus während dem Zwischenhalt bei Kilometer 5000
Unser Bus während dem Zwischenhalt bei Kilometer 5000
Die Reise geht durch sehr karge Landschaft
Die Reise geht durch sehr karge Landschaft
Viele Lastwagen sind unterwegs in der kargen Landschaft
Viele Lastwagen sind unterwegs in der kargen Landschaft
Gebetsfahnen heitern die Landschaft ein wenig auf
Gebetsfahnen heitern die Landschaft ein wenig auf
Gebetsfahnen heitern die Landschaft ein wenig auf
Gebetsfahnen heitern die Landschaft ein wenig auf

Nach dem Zimmerbezug im Hotel stand – ihr habt es erraten – der obligate Besuch im Kloster auf dem Programm. Im tibetischen Buddhismus gibt es 4 Ausprägungen der Religion, oder Schulen wie sie es nennen. Sakya ist eine davon und ist wie der Name schon sagt im Kloster Sakya begründet worden. Die für einen Laien wie mich augenscheinlichste Differenz ist die unterschiedliche Bemalung der Gebäude. Statt weiss wird dunkelgrau verwendet. Auch hier haben wir etwas besonderes gefunden: Hinter der Buddhastatue der Versammlungshalle gibt es eine riesige Bibliothek von buddhistischen Schriften, etwa 84000 Stücke, von kleinen Schriftrollen bis zu Bücher welche eine Person selbst nicht tragen kann haben wir alles gesehen. Leider durften wir keine Fotos machen von dieser Attraktion.

Innenhof des Klosters Sakya
Innenhof des Klosters Sakya
Pfahl mit Gebetsfahnen im Innenhof vom Kloster
Pfahl mit Gebetsfahnen im Innenhof vom Kloster
Auch Mönche haben heutzutage Smartphones
Auch Mönche haben heutzutage Smartphones

Ein wenig oberhalb der Stadt gibt es ein Nonnenkloster, und das haben wir als nächstes besucht. Wir mussten uns das wirklich verdienen, dieser Aufstieg welcher alle von uns normalerweise mit links gemacht hätten war auf 4200 m. ein ganz anderes Kaliber. Oben angekommen durften wir die Versammlungshalle besichtigen und den Nonnen Fragen stellen, welche Pema geduldig übersetzt hat. Touristen gehen dort normalerweise nicht hin, unser Guide Pema hat hier wieder mal seine Beziehungen spielen lassen. Ich finde dass genau solche Erlebnisse so einen Trip einzigartig machen, und als Individualreisender kriegt man das schlicht und einfach nicht hin.

Das Nonnenkloster ist in der Mitte vom Bild zu sehen
Das Nonnenkloster ist in der Mitte vom Bild zu sehen
Das Nonnenkloster von aussen
Das Nonnenkloster von aussen
Einige Nonnen in der Versammlungshalle des Klosters
Einige Nonnen in der Versammlungshalle des Klosters
Statuen in der Versammlungshalle vom Nonnenkloster
Statuen in der Versammlungshalle vom Nonnenkloster
Solche Stoffsäulen sind auch sehr häufig zu sehen in den Klöstern
Solche Stoffsäulen sind auch sehr häufig zu sehen in den Klöstern

Vom Nonnenkloster aus konnten wir auch einen Blick auf Sakya und Umgebung werfen. Wir haben uns dort echt gefragt was die Leute an diesem Ort hält. Die Landschaft ist karg, es wächst kaum etwas, Bäume gibt es keine, und auch Industrie oder sonst eine grössere Einrichtung wo Arbeitskräfte gesucht wären habe ich keine gesehen. Ich weiss es wirklich nicht.

Panorama von Sakya
Panorama von Sakya

Gegen Abend hat bei mir ziemlich heftiges Kopfweh eingesetzt, und ich habe das Nachtessen ausgelassen in der Hoffnung mich im Bett zu erholen. Hoffentlich nicht die Höhenkrankheit dachte ich, nicht vor dem Highlight, dem Besuch im Mt. Everest Basecamp welchen wir am nächsten Tag machen werden.

2 Kommentare zu „Tibet Roadtrip

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